50 Zeilen von Joe Schwarz zum „Earth Overshoot Day“

 

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Liebe Rundbrief- Leserinnen und -Leser,

 

der weltweit sogenannte „Earth Overshoot Day“ fiel dieses Jahr bereits auf den 2. August. Ab diesem Tag sind die Ressourcen verbraucht, die unsere Erde selbst für ein Jahr regenerieren kann. Das heißt, für den Rest des Jahres leben wir weltweit auf „Pump“.

Und er kommt immer früher, dieser „Earth Overshoot Day“, auch „Erdüberlastungstag“ oder „Welterschöpfungstag“ genannt. Im Jahre 1987 fiel er noch auf den 19. Dezember, 2016 auf den 8. August; dieses Jahr nun der 2. August, also nochmal 11 Tage früher als 2015. Die Prognosen gehen davon aus, dass wir in wenigen Jahren schon ab Jahresmitte in puncto Ressourcen den „Überziehungskredit“ brauchen. Nun sind Kredite ja nichts Neues. In diesem Fall gibt es jedoch keinerlei Kredit- Rückzahlungsplan.

In der langfristigen Betrachtung ist das meines Erachtens die dramatischste Entwicklung dieser Welt, weil dies erst zu einem erheblichen Teil Armut und Hunger, Kriege und Flüchtlingsströme hervorbringt.

Der Kampf gegen diesen übermäßigen Ressourcenverbrauch ist das Grüne Ur- Anliegen. Vor diesem Hintergrund stehen unsere Schwerpunkte und ambitionierten Ziele zu Energie, Verkehr, Ernährung/ Landwirtschaft etc., auch im aktuellen Wahlprogramm. Dass sich solche Politik nur aus einer Grundhaltung der Solidarität heraus entwickeln lässt, ist eigentlich nur logisch. Das meint nicht nur internen sozialen Ausgleich, sondern auch den Blick über die nationalen Interessen hinaus auf eine „weltweite Verantwortung“. Mit diesen Themen Mehrheiten und Regierungsbeteiligungen zu gewinnen, war schon immer schwer. Die Dringlichkeit dieser Ziele ist deshalb aber nicht vom Tisch.

 

An dieser Stelle soll nun Andreas Kubesch aus Neubulach zu Wort kommen, unser Grüner Bundestagskandidat im Wahlkreis Calw- Freudenstadt und Kreisvorsitzender:

Viele Menschen glauben, über Umweltschutz und die Energiewende wird so viel geredet, da passiert bestimmt auch unheimlich viel. Leider ist dies ein Trugschluss. Viele Zeitgenossen sind der Nachhaltigkeitsthemen längst überdrüssig. Dabei wurde in den letzten Jahren nichts erreicht. Im Gegenteil: Trotz dem Ausbau bei den Erneuerbaren Energien ist der Ausstoß von CO2 in Deutschland seit 2009 weiter gestiegen. Die Grünen Themen sind wichtiger denn je, als sogenannte „Klimakanzlerin“ hat Angela Merkel aber gerade da mehr als enttäuscht.

Über die spannenden technischen Aspekte der Energiewende hinaus wünschte ich mir aber bei allen Verantwortlichen etwas mehr grundsätzliche Überlegungen:

Wohin wollen wir mit unserer Volkswirtschaft wachsen?

Was bedeutet für den Einzelnen Fortschritt?

Wie weit bestimmt der Fetisch Mobilität (= Auto?) unser Leben?

Wäre Weniger nicht manchmal vielleicht doch Mehr?

Wie viel Solidarität sind wir bereit, in der Welt zu leisten?

Ist ein Ziel von 0,7 % des BIP für Entwicklungszusammenarbeit nicht viel zu wenig?

Ich weiß, solche Fragestellungen sind gerade im Wahlkampf den meisten Menschen zu komplex. Aber bei allem Verständnis für die persönlichen Nöte, im Hinblick auf die Übernutzung unseres Planeten müssen wir uns mit solchen Themen befassen.

Darum Grün

„Informationen über mich finden sie auf meiner web-Seite  >www.andreas-kubesch.de>  oder unter facebook.“

 

Andreas Kubesch

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